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Dienstag, 30. August 2011

Balance

Zeit ein neues Geheimnis zu lüften.

Vielleicht eh bekannt, aber für mich faszinierend.

Ein Spieler, der sich 3 Jahre mit Golf beschäftigt ohne einen Ball geschlagen zu haben.
Spielt 5 Turniere um Hcp 18 zu haben.
Lernt seinen Golfschwung vor einem Spiegel mit Hilfe von Standbildaufnahmen seines alten Videorecorders.

Man muss dazu sagen, der Mann ist Statiker und Physiker und merkt, ohne es probiert zu haben, der Golfschwung muss etwas mit der Statik des Körpers zu tun haben ... sprich Balance ... meine Aufnahme-Antennen waren auf höchste Empfindlichkeit geschaltet.



Und zwar so.
Wie ein Tai Chi Meister, stellt sich der Mann nun Abend für Abend im Winter bloßfüßig vor den Spielgel um in Superzeitlupe Bewegungen zu machen, die dem Golfschwung gleichen sollen und zwar in der Form, dass die Aufmerksamkeit auf die Fußsohlen gerichtet ist, die Sensibilität auf die Statik des Körpers so weit auf Empfindlich geschaltet, dass der Körper, legt sich der Schläger nur um einen cm aus der Bahn, egal ob nach vor oder nach hinten, sofort ins wanken kommt und in weiterer Folge umfallen würde. Die Bahn, die Ebene, die Drehung, das Kippen der Hüfte, alles wird möglichst ohne Kraft ausgeführt, er hätte können in jeder Stellung minutenlang verharren, alles "ergibt" sich von selber.

Pro sec. einen cm, in 1000den Wiederholungen über 3 Jahre, hat der Mann nicht nur einen der besten und vor allem effizientesten  Schwünge die ich je gesehen habe, sondern trifft verlässlich und haut sein Eisen vier 200m. Ich war selbst dabei, wir gingen ein Turnier, der längste Schläger war das 4er Eisen und er nimmt erst ein Holz, nur eines, weil die anderen haben ab 260m eine zu große Streuung, also er nimmt erst ein kleines Holz, wenn er single Hcp hat. (Die nächste Anschaffung ist ein 3er Eisen ... damit kommt er erst mal aus.)

Übrigens hat der Mann die ersten 2 Jahre wenig Zeit zum Golfen und hat sich meist auf einer Range herumgetrieben um seine Statik zu testen, der Ballflug war ihm ganz schön wurst.

Das Beste an der Sache.
Er spielt Draw und Fade in dem er sein Gewicht einmal mehr auf den Ballen und einmal mehr auf die Ferse des linken Fußes verlagert. (Du kannst nicht von aussen kommen, wenn das Gewicht auf dem Ballen ist. Wann immer man eine "erhobene" große Zehe oder Ballen am linken Fuß sieht, muss der Spier was machen um das Ungleichgewicht in der Statik aus zu gleichen.)

Mehr muss man nicht machen.
Toll nicht?

CIAO

Kommentare:

  1. Boah, beeindruckend und das kurze Spiel?

    LG Dein Filou

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  2. Das kurze Spiel? Das braucht man doch nur wenn das lange nicht funktioniert, oder?

    LG Dein Professor :-)

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