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Dienstag, 12. Dezember 2017

Erleben Golfschwung

Den Golfschwung von der Funktion der Hände aus gelernt.

Aus den „7 Gemeinsamkeiten“ des Golfschwungs, also die 7 Elemente die jeder Golf-Pro und Scratch Golfer ausführt, um Energie über den Schläger auf den Ball zu bringen, habe ich die zwei wichtigsten herausgearbeitet, die für Amateure, höhere Hcp Spieler (die auf ihrem Hcp „sitzen“ bleiben) und Senioren geeignet sind, den Schläger auf Tempo zu bringen. Die anderen 5 Elemente müssen nicht so ausgeprägt sein und richten sich sehr gut danach, so gut sie können, was nicht so wichtig ist, wenn der Fokus beim Lernen auf diese 2 Tools gelegt wird.


Tool 1.) Rechte Hand bringt den Schläger während vorauseilender Hüfte in die richtige Position.

Tool 2.) Voller Durchschwung mit linkem Arm alleine: Dabei ist der Körper in der Lage, das richtige Maß an Unterstützung beizusteuern und läßt den Schläger überraschend schnell werden. Auch SIE können dieses Element ausführen, welches man häufig auf der Tour im Fernsehen sieht (Hüfte bleibt „im Treffer“ stehen, geht sogar leicht zurück)!


Tool 1.)

>Die Angst, den Schläger im Abschwung nicht in die richtige Position zu bringen, verhindert das Schnell-Werden-Lassen der Arme.

>Nur wenn der Körper weiß, dass die rechte Hand den Schläger schon im Übergang in die richtige Position gebracht hat, wird er sich trauen, die Arme voll zu unterstützen und sie schnell werden zu lassen.

>HG lernen, wann sie „locker“ sein müssen (die Beugung erlauben) und wann sie wieder stark werden müssen (vom „Anschlag“ im Übergang bis nach dem Treffer).

>Wenn dem Körper die Funktion der rechten Hand bekannt gemacht wird, die den Schläger schon im Übergang in die richtige Position bringt (und die Arme in die richtige Ebene), tut er alles, um die Arme schneller zu machen.

>Die richtige Ebene ist ein Körpermaß, die sich aus den Möglichkeiten der Handbeuge und der Masse des zurückbleibenden Schlägers ergibt. Die Ebene entsteht automatisch, wenn sich die HG in ihrer idealsten Position befinden (der Belastung entsprechend), um vom Körper die ideale Unterstützung für Geschwindigkeit zu bekommen.

>Die Position (und Kraft) der Handgelenke bestimmt, wie viel der Körper die Arme an-beschleunigt und unterstützen wird. 

>In der richtigen Position können die HG fast 4x mehr Kraft abgeben (und aufnehmen), wovon das Schnell-Werden der Arme abhängt.

> Die kleine Bewegung 0900 bis 0300 reicht aus, um den Schläger schnell zu machen (square, bereits im Übergang), um sein Eisen 6 120m weit zu schlagen. Bogey-Runde oder Hcp 18.

>Ein „Zudrehen“ des Schlägerkopfs - das anfälligste Tool für Streuung und langsame Arme - fällt aus, weil er nie offen war.


Tool 2.)

>Linker Arm alleine Schwingen (nur die linke Hand greift den Schläger), ist der Beweis, das der Körper genau weiß was er tun muss, um die Arme schneller werden zu lassen. (Hüfte bleibt stehen, geht sogar - zum Balance-Ausgleich - ein wenig zurück, wie bei McIlroy,  Kaymer, nahezu allen asiatischen Damen u.v.a., bei sehr schnellem Arm.)

>Linke Hand alleine ist zu schwach um den Schläger manipulieren zu können (sie ist automatisch in der richtigen Position), was beweist, dass der Körper die Arme nur schneller werden lässt, wenn er den Schläger in der richtigen Position weiß.

>Weiters sind daraufhin - im vollen und sehr schnellen Schwung - beide Hände nicht in der Lage den Schläger zu manipulieren, ihn aus seiner richtigen Position zu bringen (die Ebene zu verlassen).

>Im Gegenteil, wenn man versucht, um den Schläger „leichter“ zu machen, mit den Händen im Übergang viel Druck Richtung „Auflösen“ auszuüben, werden sich die Arme aufgefordert fühlen noch schneller zu werden. Die Hände können bei noch höherer Geschwindigkeit noch weniger manipulieren.

>Beim sog. „früh Schlagen“, den Winkel zu früh auflösen, sind die Hände dazu nur in der Lage, wenn man die Arme langsam genug bewegt. Spannung wird meist im Übergang verloren. Die Angst, den Schläger erst im Abschwung (über die Hände) in die richtige Position bringen zu müssen, erlaubt den Armen nicht schneller zu werden. (Es liegt die Vermutung nahe, dass das zu frühe Auflösen, nicht aus der unabsichtlichen Winkel-Veränderung passiert, sondern aus dem „zu frühen Zudrehen wollen“ des Schlägerkopfs, aus Angst, nicht square an den Ball zu kommen.)

>Bei radial/ulanrer Bewegung der Hände, werden die HG nicht in der Lage sein, den Schläger - während die Arme im Abschwung schneller werden sollen - in die richtige Position zu bringen. Die Reaktion, einen übertriebenen Lag spielen zu wollen, ist die Folge!

>Oder der Körper bewegt sich auf eine bestimmte Art und Weise, damit der Schläger in die richtige Position kommt; was nicht seine Aufgabe ist und womit die Meisten - so wie ich 10 Jahre - viel Zeit verbringen.  Nicht „eine bestimmte Bewegung des Körpers“ bringt den Schläger in die richtige Position! Die „richtige Position des Schlägers“ versetzt den Körper erst in die Lage, die Arme richtig zu unterstützen und schnell werden zu lassen.

>Der Körper ist einzig und allein dazu da, den Armen zu erlauben schnell zu werden, was er nur tut, wenn der Schläger in der richtigen Position ist und nicht umgekehrt.




Schritt 1
>Pendelbewegung mit der liegender 8:, mit gegengleicher Hüfte. Wir verstehen, dass die Hüfte nach vor geht, wenn der Schläger zurück, nach hinten schwingt. (von 0900 bis 0300)
>Konzentration der Pendelbewegung: Bewegung bekommt einen anderen Rhythmus, doppelt so langer Aufschwung wie Durchschwung (wie im vollen Schwung), rechte Hand bringt den Schläger durch das zurückbleiben der Masse in die richtige Position. VON HINTEN!
>Arme von oben, Schläger von hinten!
>Spüren der rechten Hand! Schlägerposition!
>Griff: Kannte des Schlägerkopfs zeigt bei 0900 NICHT zum Himmel (offen) sondern ist so wie die Wirbelsäule nach vor geneigt. (Tigers neues Standbild, es spricht sich langsam herum ...  u.v.a.)
Spüren, dass Aufschwung VOR der re. Handbeuge im Übergang abgeschlossen ist. Abschwung beginnt mit vorauseilender Hüfte, währen die Masse des zurückbleibenden Schlägers die rechte Hand beugt und den Schläger in die richtige Position (nach hinten) bringt.
>HG lernen, wann sie „locker“ sein müssen (die Beugung erlauben) und wann sie wieder stark werden sollen. (Beuge „am Anschlag“ bis nach dem Treffer.)
>Chips, mit Festhalten des Schlägers nach „Treffer“, Schläger-Kannte parallel zum Boden.
>Rechter Armschub!

Schritt 2
>Linker Arm alleine, zeigt den Armen, wie schnell sie werden können, wenn sich Schläger in der richtigen Position befindet. (Manipulieren des Schlägers mit nur einer Hand nicht möglich)
>Größer werden der Chip-Bewegung. Gleiches Muster!!!
>Sie sind bereits in der Lage, eine Bogey Runde zu spielen, sie schlagen ihr Eisen 6 120m

Schritt 3
>Je größer die Chips-Bewegung wird, desto kleiner wird die Bewegung der rechten Handbeuge nach hinten. Bis hin zu keiner Handbeuge (!), was nicht möglich ist, wenn man gelernt hat über die beiden Tools den Schläger schnell werden zu lassen, da die Masse des Schlägers zu groß wird. Er wird immer nach hinten „ausweichen“ um in die richtige Position zu kommen, wenn ich den Armen erlaube, schnell zu werden.

Schritt 4
>Die Erkenntnis, dass die Masse des zurückbleibenden Schlägers im Übergang zu schwer ist, um von den Händen manipuliert werden zu können.
Was so viel bedeutet, die Arme werden nur so schnell werden, wie es die Hände aushalten, ohne in den HG Schmerzen zu verursachen! (Sich vorstellen, ich halte eine Eisenstange, gerade so schwer, dass ich sie noch um den Körper schwingen kann, und versuche die Arme schneller werden zu lassen; man würde sich die HG brechen.
Wie bereits nachgemessen, ist in den Händen die größte Belastung im Übergang. Die Stellung der rechten Hand sollte dorsal und „am Anschlag“ sein. (Kleine Griff-Korrektur ist von Vorteil, sonst wird die rechte radial winkeln.) Weiter kann sich die rechte Hand nicht beugen. Wenn die Arme in die Beuge hinein noch schneller werden würden, als es die HG aushalten, würden sie schmerzen. Ergo, werden die Arme nur so schnell werden, wie es für die HG angenehm ist.
>Nun kann man den Schläger indirekt noch leichter machen, in dem man im Übergang in den HG einen Gegendruck erzeugt, der die Masse des zurückbleibenden Schlägers verringert und den Armen zusätzlich erlaubt, schneller zu werden. Haben wir bisher die Arme nur so schnell werden lassen, wie es die HG „am Anschlag“ ausgehalten haben, setzen wir der Masse einen Druck entgegen, der den Schläger indirekt „leichter“ macht, und die Arme noch schneller werden lässt. Die Hände können im höheren Tempo noch weniger manipulieren.

Schritt 5
>Was der Körper noch nicht - zumindest nicht von selber - weiß, dass der Schläger noch schneller wird (ja, es geht noch was), wenn man am Beginn des Abschwungs leicht in die Knie geht um über die Körperstreckung in den Treffer hinein (noch) mehr Geschwindigkeit zu generieren.
Die Geschwindigkeit des Schlägerkopfs kommt aus der Streckung des Körpers. Etwas was schnell nach unten soll, muss eine Gegenbewegung nach oben haben, die dies ermöglicht.

Annäherungen innerhalb 80m (ab da können die meisten Golfer bereits einen vollen Schwung spielen) werden besser mit den schwachen Dreh-Muskeln des Oberkörpers gespielt. Weil sie eben schwächer sind, sind sie auch leichter dosier-bar („Gefühls-Schlag“). Flacher Aufschwung, dreh-betont, Hüft-Bewegung zum Ziel und Abschwung der Arme starten gleichzeitig. Wenig „Vorspannung“ über vorauseilende Hüfte erforderlich. Spielen sie diese Schläger aus der Drehung, Arme von 0900 bis 0300. Kerze/Kerze.


Conclusio
Alles ist möglich: Steil ausholen, grade ausholen, flach ausholen … lassen sie die Arme im Aufschwung etwas länger gestreckt, um die Handbeuge noch besser zu spüren. Die HG werden den Schläger immer in die richtige Position bringen: Bitte wählen sie aus!
Ob sie es bevorzugen, den linken Arm leicht gebeugt zu lassen oder zu Strecken, wird der Körper für sie entscheiden.
Ihr Körper wählt durch die neue Erkenntnis "Erleben Golfschwung" nicht nur die Geschwindigkeit der Hüfte, sondern auch was ihm gut tut. Es wird auch bald bekannt, dass eine Bewegung des Körper ohne lateraler Verschiebung nicht „förderlich“ ist. Wie soll etwas, was sich dynamisch von hinten nach vor, von oben nach unten und von links nach rechts bewegt, in einer kreiselartigen „Starre“ bleiben?
Der Körper wird beim Lernen des Golfschwungs über die Hände nie etwas tun, was dem Köper schadet. Er ist gewohnt immer nur so viel zu unterstützen, wie es der schwächste Teil unseres Körper aushält. Die Handgelenke! Warum also die Handgelenke nicht am Beginn des Abschwungs in die richtige Position bringen um den Körper das schnell werden der Arme zu erlauben?

Mit der ulnar/radialen Bewegung im Abschwung, die HG in die richtige Position zu bringen, also zu einem Zeitpunkt in dem die Arme schneller werden sollen, ist ein langwieriger Prozess. Es ist nur den hartnäckigsten Trainierern vorbehalten den Schläger schneller werden zu lassen und gleichzeitig das Schlägerblatt (irgendwann :) square zu stellen.
Die Arme werden nur schnell werden wollen, wenn die HG den Schläger bereits im Übergang in die richtige Position gebracht hat.


Euer Prof. Groover

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